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Gut vorbereitet in die Biker-Saison starten

Vor dem Start in die Motorrad-Saison muss die Maschine zum Check in die Werkstatt. Foto: ProMotor

Bonn. Der Schnee ist weg, die Temperaturen werden täglich wärmer und die Natur erwacht.

Auch die Motorradfahrer beenden ihren „Winterschlaf“ und starten in die neue Biker-Saison.

Damit der Start auf zwei Rädern sicher und mit Vergnügen gelingt, hier einige Tipps zur Vorbereitung eines erfolgreichen Saisonauftakts:

Gestartet wird mit einer Sichtkontrolle des Bikes. Gibt es Roststellen oder andere sofort sichtbare Probleme, gilt es erst einmal daran zu arbeiten. Dann folgt die Kontrolle aller wichtigen Bauteile.

Gute Reifen sind wichtig

Eine zentrale Rolle spielen die Reifen: Sie sind die Verbindung des Motorrads zur Straße. Wie ist es um Luftdruck und Profiltiefe bestellt? Letztere sollte mindestens bei 1,6 Millimetern liegen. Bei Kleinkraft- und Leichtkrafträdern ist mindestens ein Millimeter erforderlich.

Experten empfehlen aus Gründen der Sicherheit aber Profiltiefen von nicht weniger als zwei bis drei Millimetern. Sind die Reifen abgefahren oder gar beschädigt, müssen neue her.

Auch ein Blick auf die Felgen ist ratsam: Beschädigungen können zur „Unwucht“ führen und die Tragfähigkeit beeinflussen.  

Die Bremsanlage überprüfen

Unverzichtbar ist die Überprüfung der Bremsanlage. Die Bremsbeläge dürfen nicht bis zur Verschleißanzeige abgefahren sein und die riefenfreien Bremsscheiben eine Mindestdicke nicht unterschreiten.

Die Bremsflüssigkeit muss in ausreichender Menge vorhanden sein, der Pegel zwischen Minimal- und Maximalmarkierung des Behälters liegen.

Durch Druck an Hand- und Fußbremshebel wird die Bremse überprüft: Plötzliche Spielveränderungen oder schwammiger Widerstand am Bremshebel lassen auf Mängel an der Bremsanlage schließen. 

Die Antriebskette sollte gereinigt und gefettet werden. Wie sieht es mit dem Kettenspiel aus? Einfache Regel zur Überprüfung: Die Kette sollte nicht mehr als zwei Fingerbreit durchhängen, wenn der Fahrer auf dem Motorrad sitzt.

Als nächstes sind die Bedienelemente und die Hupe dran. Dann folgt der Test der Beleuchtungseinrichtung: Licht, Blinker, Warnblinkanlage, Bremslicht. 

Füllstände der Betriebsmittel müssen stimmen

Weiter geht es mit Motoröl und Kühlmittel, falls das Bike einen wassergekühlten Motor hat. Die Füllstände müssen unbedingt innerhalb der entsprechenden Markierungen von Peilstab oder Schauglas liegen.

Sind Undichtigkeiten am Motorrad zu erkennen, die auf einen Verlust von Betriebsflüssigkeiten an Motor, Getriebe oder dem Bremssystem deuten?

Und zum Schluss ist noch die Kontrolle der Batterie zu empfehlen. Den Flüssigkeitsstand von nicht wartungsfreien Batterien überprüfen und notfalls mit destilliertem Wasser auffüllen.

Kontrolliert werden muss auch die Ladungskapazität. Bei zu geringer Spannung muss nachgeladen werden.

Alle Punkte gecheckt und keine Mängel entdeckt? Dann steht der ersten Ausfahrt nichts im Wege. Bei vorhandenen Mängeln aber gilt: Alles was sicherheitsrelevant ist, gehört in die Hände von Profis!

Auch der Biker sollte fit sein

Fehlt nur noch die Hauptperson – der Biker selbst. Man sollte den Saisonstart langsam angehen, sich erst wieder an das Fahrgefühl herantasten. Was sich am Ende der letzten Saison nach vielen Kilometern fast wie von selbst erledigte, ist im Frühjahr nicht immer gleich abrufbar.

Dabei nicht vergessen: Auch „Hausstrecken“ haben sich den Winter über verändert. Streusplitt kann noch auf Straßen und in Kurven liegen und bei Bremsmanövern dem Biker gefährlich werden. Schlaglöcher tauchen auch auf bekannten Strecken oft neu auf.

Und wer sich unsicher fühlt oder seinen Fahrstil zu Saisonstart verbessern will, dem sei ein Trainingscamp empfohlen.

Unter professioneller Anleitung werden in einem Fahrsicherheitstraining zum Beispiel Gefahrenbremsungen, Gleichgewicht bei Kurvenfahrten oder die Koordination beim Lenken und Manövrieren verbessert.       

Letzte Änderung: 08.03.2019Webcode: 0123735