Was schützt vor Sturm und Hagel?

[07.02.2019] Bonn. Garagenparker können sich beruhigt zurücklehnen. Aber die rund 20-mal so vielen Autobesitzer, deren Fahrzeuge bei Wind und Wetter draußen stehen müssen, haben sich bestimmt schon mal gefragt, was gegen Sturm- und Unwetterschäden hilft.

Die Antwort ist kurz und knapp: Ein Dach über dem Kopf. Das hilft immer, egal ob im Sturm die Dachziegel tief fliegen oder im Sommer ein Hagelgewitter naht.

Das Problem: Bei Preisen von bis zu 200 Euro im Monat für einen Tiefgaragen-Stellplatz können sich immer weniger Autofahrer diesen optimalen Schutz leisten. Laternenparker sollten deshalb zumindest eine Teilkaskoversicherung abschließen. Und flexibel auf drohende Unwetterlagen reagieren.

Wetter-Apps warnen vor

Denn die moderne Kommunikationsgesellschaft ist schließlich nicht nur rund um die Uhr erreichbar. Sie kann sich auf dem Smartphone auch für jeden erdenklichen Ort das Wetter anzeigen lassen – mögliche Bedrohungen inklusive.

In Verbindung mit einem Niederschlagsradar lässt sich so ziemlich genau abschätzen, wohin ein Unwetter zieht. Aber auch für mögliche Windgeschwindigkeiten haben die Vorhersagen inzwischen eine verblüffende Genauigkeit erreicht.

Vorsicht ab Windstärke 8

Gefährlich wird es ab Windstärke 8. Dann beginnen Äste abzubrechen und je nach Gewicht durch die Luft zu segeln, ehe sie irgendwo aufschlagen. Weshalb Teilkaskoversicherungen ab diesem Wert zahlen, natürlich abzüglich Selbstbeteiligung. Die entsprechende Bescheinigung gibt es beim Deutschen Wetterdienst.

Besser ist natürlich, der Ast fällt erst gar nicht aufs Auto. Deshalb sollte man bei einer Sturmwarnung nicht in der Nähe von Bäumen parken. Erst recht nicht ab Windstärke 10, denn dann beginnen schon etwas mürbe Gewächse umzufallen. Ab Stärke 12 auf der Beaufort-Skala trifft es auch gesunde Bäume.

Weil dann auch noch ganz andere schwere Gegenstände durch die Luft wirbeln, sollte man sein Fahrzeug für die Dauer des Orkans in einem Parkhaus abstellen. Denn die Parkgebühr fällt kaum ins Gewicht gegenüber dem Stress bei einem Schaden. Aber Vorsicht: Tiefgaragen können bei extremen Niederschlägen überflutet werden, dann sind höhere Stockwerke vorzuziehen.

Bei plötzlichem Gewitter Unterschlupf suchen

Kreativität ist gefragt, wenn im Sommer plötzlich ein Gewitter aufzieht. Bei großen Temperaturunterschieden können sich dann Hagelkörner bis zu Tennisballgröße entwickeln, denen kein Blech und keine Scheibe standhält. Steht dann nicht zufällig ein Parkhaus am Wegesrand, müssen Tankstellendächer aushelfen.

Auch Autowaschanlagen oder -boxen bieten guten Schutz; vielleicht hat auch ein Landwirt Platz unter einem Schleppdach oder in der Scheune. Wichtig ist nur: Es muss schnell gehen. Wenn die ersten dicken Tropfen fallen, dauert es nicht mehr lang, bis der Hagel folgt.

Kleiner Trost: Wenn das eigene Auto erwischt, können die meisten Werkstätten sofort helfen, kleine Schäden mit Smart Repair beseitigen. Und viele verfügen auch über einen Beulendoktor, der die typischen Hageldellen beseitigen kann.        

Letzte Änderung: 07.02.2019Webcode: 0123259