Grundregeln für die Arbeit des ZDK

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V.
hat sich für seine Arbeit folgende Grundregeln gegeben:

1. Der ZDK ist ein
Branchenverband.
Der ZDK ist Interessenvertreter und Dienstleister für das gesamte Kfz-Gewerbe in Deutschland. Richtschnur seiner Politik und seines Handelns ist das Gesamtinteresse des Kfz-Gewerbes. Partikularinteressen müssen sich daran messen lassen, ob sie mit dem Gesamtinteresse in Einklang stehen oder ihm zumindest nicht zuwiderlaufen.

2. Der ZDK muss sich zu
Branchenthemen positionieren.
In allen grundlegenden Fragen des Kfz-Gewerbes ist der ZDK erster Ansprechpartner für Politik, Behörden, Medien und andere Teilnehmer am Wirtschaftsverkehr sowie deren Interessenvertreter. Um seine Glaubwürdigkeit und Akzeptanz zu wahren, muss der ZDK zu den grundlegenden Themen der Branche Stellung beziehen. Auch bei intern kontrovers diskutierten Themen ist Schweigen grundsätzlich keine Alternative.

3. Fabrikatsübergreifende Grundsatzfragen sind Branchenthemen.
Das gleiche gilt für Grundsatzfragen nicht fabrikatsgebundener Betriebe.
Fabrikatsspezifische Fragen sind die Domäne der Fabrikatsvereinigungen. Fehlt der Bezug zu einem konkreten Fabrikat (Beispiel: Allgemeine Kriterien für Garantievergütungen) oder ist eine Frage nicht nur für das konkrete Fabrikat, sondern allgemein für die Fabrikatsarbeit von grundlegender Bedeutung, ist die Zuständigkeit des ZDK gegeben. Ebenso verhält es sich bei Fragen, die über den konkreten Einzelfall hinaus die Belange vieler oder aller freien Betriebe betreffen.

4. Der ZDK setzt sich für die Wahrung der
unternehmerischen Freiheit der Mitgliedsbetriebe ein.
Die Verbandsorganisation wird getragen von selbständigen Unternehmen. Die Wahrung und Verteidigung ihrer unternehmerischen Freiheit gegenüber dem Staat, gegenüber den Herstellern und Importeuren, aber auch im Wettbewerb untereinander, ist ein Kernpunkt der Verbandsarbeit. Im Zweifel plädiert der ZDK stets für die Handlungsfreiheit der Betriebe und gegen Zwang und Gängelung.

5. Geltendes Recht muss
eingefordert werden.
Der ZDK setzt sich dafür ein, dass geltende Rechtsvorschriften - so z.B. die Regelungen der GVO oder des Wettbewerbsrechts - von allen gleichermaßen befolgt werden. Dies gilt auch dann, wenn Rechtsverletzungen von Mitgliedern der Verbandsorganisation begangen oder gutgeheißen werden sollten. Jede andere Vorgehensweise wäre für einen seriösen Verband inakzeptabel.

6. Mehrheitsentscheidungen
sind zu akzeptieren.
Der Meinungsbildungsprozess im ZDK folgt demokratischen Grundregeln. Danach geschieht im Regelfall, was die (einfache oder ggf. gemäß Satzung qualifizierte) Mehrheit beschließt. Minderheiten müssen dies respektieren und auf Veränderungen durch interne Überzeugungsarbeit hinwirken.

7. Ausnahmsweise kann eine
Konsensentscheidung erforderlich sein.
Bei einer Frage, die für eine Minderheit innerhalb der Verbandsorganisation von existentieller Bedeutung ist, kann es für die betroffene Minderheit unzumutbar sein, sich dem Willen der Mehrheit zu unterwerfen. Über eine solche Frage sollte ausnahmsweise nur im Konsens mit der betroffenen Minderheit entschieden werden.